Beruf und Ausbildung

Der Fotograf

Der Beruf des Fotografen ist vielseitig und bietet immer wieder neue und spannende Arbeitsfelder, einige Arbeitsfelder sind:

  • Fotostudio  (Bewerbungsbilder, Passfotos, Portraits, Familienbilder, etc.)
  • Eventfotografie
  • Hochzeitsfotografie
  • Fashion & Lifestyle Fotografie (Mode, Modells, etc.)
  • Food Fotografie (Lebensmittel, Essen, Getränke, etc.)
  • Produktfotografie
  • Objektfotografie (z.B. für Museen)
  • Werbefotografie

Fotografien umgeben uns ständig uns in unserem Alltag und in unserer schnellen, digitalen Welt brauchen wir ständig neue Aufnahmen, neue Bildideen und zeitgemäße Blickwinkel. Fotografie verändert sich ständig und genau das macht diesen Beruf so interessant und abwechslungsreich.

Die Ausbildung zum Fotografen

In Deutschland ist der Fotograf ein handwerklicher Lehrberuf, die Bezeichnung ist somit geschützt! Die Regelausbildungszeit dauert 3 Jahre. Wer sich also in Deutschland Fotograf nennen möchte, muss sich mit den Regeln der Handwerkskammern auseinandersetzen, zu fotografieren und sich einfach Fotograf zu nennen, verstößt gegen die Handwerksordnung (HwO) und kann Bußgelder nach sich ziehen.

Die Inhalte der Fotografen Ausbildung werden in der Ausbildungsordnung geregelt, nach der Ausbildung zum Fotografen kann der Auszubildende eine Weiterbildung zum Fotomeister machen.

Nähere Infomationen bietet die zuständige Handelskammer, in Bremen:

Handwerkskammer Bremen
Ansgaritorstr. 24
28195 Bremen

Telefon 0421 30500-0
Telefax 0421 30500-109
E-Mail service@hwk-bremen.de

Berufsausübung ohne Ausbildung

Ursprünglich war die Tätigkeit als selbstständiger Fotograf nur mit abgeschlossener Meisterprüfung möglich. Im Jahr 2004 wurde die Handwerksordnung allerdings Novelliert und seitdem gehört der Beruf des Fotografen laut Anlage B der Handwerksordnung zu den zulassungsfreien Berufen (§ 18 Abs. 2).

Berufsfotografie ist seitdem auch für Autodidakten ohne Meisterprüfung erlaubt! Im Grunde kann sich somit jeder als Fotograf selbständig machen  und sich als Fotograf bezeichnen! Ohne Gesellenabschluss dürfen diese jedoch keine neuen Fotografen ausbilden (HwO).

Es wurde allerdings nur die Ausbildungs- und Meisterpflicht aufgehoben! Eine Eintragung in die Handwerksrolle (Anlage B) ist für handwerkliche Fotografie  (Hochzeiten, Portraits, Architektur, Produkte) noch immer vorgeschrieben. Ob Sie sich eintragen lassen müssen, erfragen Sie am besten bei Ihrer zuständigen Handwerkskammer!

Alternative Ausbildungen

Die Novellierung der Handwerksordnung hatte eine Vielzahl neuer Ausbildungsangebote im fotografischen Bereich zur Folge, Abschlüsse als Diplom Foto-Designer und Fotoassistent, o.ä. Bezeichnungen, werden von unterschiedlichen privaten Bildungsträgern angeboten.

DOCH VORSICHT! Für die Einordnung als Handwerksfotograf ist nicht die geführte Bezeichnung entscheidend! Entscheidend ist das ausgeübte Tätigkeitsfeld. Auch ein Foto-Designer muss sich bei der Handwerkskammer eintragen lassen, wenn er handwerklich tätig ist.

Pressefotografen und Künstler

Anders als die Handwerksfotografen unterliegen die Bildjournalisten und die künstlerischen Fotografen nicht der Handwerksordnung!

Sie sind in der Ausübung ihrer jeweiligen Berufe frei und können frei über Inhalte Ihrer Bilder entscheiden, ohne sich an handwerkliche Regeln, wie beispielsweise den klaren Regeln eines Passfotos oder eines Portraitbildes halten.

Ansprechpartner für künstlerisch tätige Fotografen ist die Künstlersozialkasse:

Künstlersozialkasse
Gökerstraße 14
26384 Wilhelmshaven

Service-Center: 04421 9734051500

Berufsgenossenschaftspflicht für Fotografen

Wer sich in Deutschland als Fotograf selbständig machen möchte, unterliegt der Pflichtmitgliedschaft der für Ihn zuständigen Berufsgenossenschaft (BG). Anders als in kaufmännischen Berufen in denen die Mitgliedschaft für Einzelunternehmer freiwillig ist, muss der Fotograf einer Berufsgenossenschaft beitreten.

Hier spielt es auch keine Rolle, ob die Tätigkeit handwerklich oder künstlerisch ausgeübt wird! Die ausgeübte Tätigkeit bestimmt lediglich die Zuordnung der zuständigen Berufsgenossenschaft.

Welche Berufsgenossenschaft für Sie zuständig ist, können Sie beim Dachverband der gesetzlichen Unfallkassen erfragen.